
Anselm Neft wurde 1973 in einem Stall bei Bonn geboren und arbeitet sich seit 2006 als Autor in Berlin arm. Allerlei Studien und Tätigkeiten, u. a. als Religionswissenschaftler, Deutschlehrer, Schalmeibläser, Etikettenpresser, Medikamententester, Unternehmensberater, Tellerwäscher und Stadtführer. Er schreibt Nachrufe und eine Kolumne für den Tagesspiegel und ist Mitherausgeber von Exot, einer Zeitschrift für komische Literatur. Im PlattenSpieler liest er aus dem jüngst im Ullstein Verlag erschienenen Buch Die Lebern der Anderen, das seine schönsten Geschichten versammelt.
So kommt ihr hin: Mit Linie 1/9/13 zur Haltestelle Jacob-Winter-Platz, links am Einkaufszentrum vorbei, links in die Gamigstraße, dort nach zweihundert Metern auf der rechten Seite das linke von den beiden einzigen alten Häusern: Gamigstraße 26.
*Literatur im PlattenSpieler: Anselm Neft* | 21. Mai | Freitag | 19 Uhr | PlattenSpieler / Idee 01239 e.V. (Gamigstraße 26) | AK 2 Euro

In voller Besatzung präsentiert sich die Lesebühne Sax Royal in dieser Woche gleich zwei Mal mit einem aktuellen literarischen Programm in den Schwesterstädten Leipzig und Dresden. Die Besonderheit von Sax Royal ist die Vielfältigkeit: Prosa und Lyrik, Tiefsinn und Hochkomik, politischer Anspruch und humoristischer Ausbruch schließen sich hier nicht aus, sondern finden zueinander wie die Faust und das Auge. Mit dabei sind wie stets: Stefan Seyfarth, der literarische Erzieher, Max Rademann, der preisgekrönte Animateur, Roman Israel, Deutschlands zweitfrechster Arbeitsloser, Julius Fischer, der gefeierte Kollege von Karl Dall und Michael Bittner, der Revolutionär im Geiste.
Sax Royal in Leipzig | 12. Mai | Mittwoch | 20 Uhr | Horns Erben | AK 4 Euro
Sax Royal in Dresden | 13. Mai | Donnerstag | 21 Uhr | Scheune | AK 6 Euro /erm. 4 Euro VVK 4 Euro
Am Sonntag, 9. Mai findet um 20:00 im Mon Ami am Goetheplatz der erste Weimarer Livelyrix Poetry Slam statt.
Es werden Worte gefeuert, geäumelt, gegröllt, rabazt, rabauzt, verhunzschreckt, gepiesackt, meridiiert, vertikuziert, verlangsamt, gebahnt, gespacet, versemmelt, gerahmt, erniedrigt, erhöht, verballhornt, gekrönt und vor allem zelebriert. Der Freund am Wort weiß die Kunst des Zahnschmieds zu schätzen. Goethe ist out, man sagt ihm Affären mit Prosituierten nach, man nennt ihn wie Ribery jetzt den Hurengoethe, inn sind jetzt:
Nico Semsrott, Clara Nielsen, Moritz Neumeier, Marvin Ruppert, Dominik Bartels und viele mehr!
Moderiert wird die ganze Schoose von Lampenheinz Christian Offe und Bleu Broode.
Allein Das Zähneputzen an sich ist eine Tätigkeit des Schweigens!
Für alle Freunde des gesprochenen Wortes lassen wir es im Mai wieder richtig krachen. Mit dabei ist diesmal der Vizemeister der deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaft 2009 Christian Ritter (Foto) aus Bamberg. Mit schwarzem Humor und brutalem Witz hat er mit seiner Geschwindigkeitsprosa schon zahlreiche Poetry Slams in Deutschland gewinnen können.
Andreas Weber aus Münster geht es da eher langsamer an. Mit feinem Spott und jeder Menge Selbstironie bringen seine Geschichten die Zuhörer sowohl zum Lachen als auch zum Grübeln. Maik Martschinkowsky schließlich ist Mitglied der Berliner Lesebühne Lesedüne und gern gesehener Gast auf Deutschlands Poetry Slam Bühnen. Seine Systemkritik wird durch Erfahrungsberichte mit diversen Behörden auf sarkastischste Weise angereichert. Natürlich sind auch diesmal wieder alle schreibenden, textenden bzw. dichtenden Leipziger aufgerufen, das Open Mic und die Zuschauerohren zu erobern.
LIVELYRIX Poetry Slam | Distillery | Kurt-Eisner-Str. 108 | Einlass ab 20:00 Uhr, Beginn 21:00 Uhr | Eintritt: 5 Euro

Wieder am letzten Freitag des Monats geht der livelyriX Poetry Slam über die Bühne der Scheune. Wie immer dürfen die Fans der Dichterschlacht neben fünf einheimischen Poeten auch Gastautoren aus der ganzen Republik erwarten: Björn Högsdal aus Kiel ist mit seinen satirischen und pointierten Kurztexten im ganzen Land erfolgreich. Clara Nielsen aus Bamberg zählt zu den beliebtesten Slam-Poetinnen der Szene. Der Kieler Poet Moritz Neumeier gilt als hoffnungsvoller junger Autor. Tobi Kunze aus Hannover steht für mitreißende Rap-Poetry. Und der Poet und Kabarettist Nico Semsrott aus Hamburg dürfte vielen als Sieger des NDR Comedy-Contests zum Begriff geworden sein. Wie immer kann jeder Interessierte mit seinen Texten auch selbst die Bühne besteigen, indem er sich vorab per E-Mail (michael.bittner[ät]livelyrix.de) oder am Abend über die Offene Liste anmeldet.
*livelyriX Poetry Slam* | 30. April | Freitag | 21 Uhr | Scheune | AK 7 Euro VVK 5,50 Euro
[Nachtrag: Hier findet ihr einen Rückblick auf den Slam mit Links zu (fast) allen Autoren.]
Erwerbsarbeit, Beziehungsarbeit, Trauerarbeit – Udo Tiffert und Michael Bittner sind sich für keinen Job zu schade. Die beiden Autoren fassen in ihrer satirischen Lesung auch die weißglühenden Eisen an. Ihr neues literarisches Programm stellt die unbequemen Fragen auf unterhaltsamste Weise: Was tun, wenn bei den einen die Arbeit knapp wird und sie den anderen über den Kopf wächst? Wenn die einen dringend mehr Geld brauchten und die anderen dringend mehr Zeit? Udo Tiffert und Michael Bittner lesen Geschichten aus dem Alltag, unterdrückte Nachrichten und Pamphlete, die ihnen die Zeit in den Füller diktiert. Udo Tiffert lebt als Autor in der Lausitz, liest bei Poetry Slams, Lesebühnen und anderswo. Michael Bittner ist Autor der Dresdner Lesebühne Sax Royal, Co-Moderator des livelyriX Poetry Slams und schreibt wöchentlich eine literarische Kolumne für das Magazin der Sächsischen Zeitung.
*Michael Bittner und Udo Tiffert: Arbeit ist nicht alles* | 21. April | Mittwoch | 20.30 Uhr | Galerie Treibhaus (Katharinenstr. 11-13, neben der Groove Station) | AK 4 Euro

André Herrmann wurde geboren, wuchs auf und ist die meiste Zeit seines Lebens jung. Seit er alt genug ist, studiert er in Leipzig Politikwissenschaft und bereist seit 2007 erfolgreich die deutschsprachigen Poetry-Slam-Bühnen. Seit April 2008 ist er monatlich als Gründungsmitglied der Leipziger Lesebühne “Schkeuditzer Kreuz” zu sehen und tritt außerdem gemeinsam mit der Slam-Koryphäe Julius Fischer als “Team Totale Zerstörung” auf. André Herrmann veröffentlichte verschiedene Geschichten in Zeitschriften und Anthologien und erhielt 2009 den Leipziger Michael-Lindner-Preis. Im PlattenSpieler liest er eine Auswahl seiner gelungensten Kurzgeschichten.
Die Lesung findet am Freitag, den 16. April, in der Reihe “Literatur im PlattenSpieler” beim Idee 01239 e.V. statt. Los gehts schon um 19 Uhr. So kommt ihr hin: Mit Linie 1/9/13 zur Haltestelle Jacob-Winter-Platz, links am Einkaufszentrum vorbei, links in die Gamigstraße, dort nach zweihundert Metern auf der rechten Seite das linke von den beiden einzigen alten Häusern: Gamigstraße 26.
Sich mit wenig Raum zu begnügen, kann schwieriger sein, als ganze Bände zu füllen. Wo Platz nur begrenzt zu finden ist, da kommt es auf Konzentration, Intensität und treffende Pointen an. Drei junge Dresdner Autoren stellen sich der Herausforderung, Poesie in nur 160 Zeichen zu packen. Zur aktuellen Ausstellung “Welt in der Hand” des Dresdner Kunsthauses stellen sie in einer Lesung mit dem Titel SMS-Lyrik ihre Kürzestgedichte, aber auch andere Texte dem interessierten Publikum vor und versprechen Kurzweil der literarischen Art. Mit dabei sind: Roman Israel, bekannt als Autor der Lesebühne Sax Royal und Urheber zahlreicher multimedialer Literaturprojekte, Moritz 7, Lyriker, Songtexter und Mitglied der Lesebühne Lettermen sowie Stefan Seyfarth, Mitglied der Lesebühne Sax Royal und Autor des Gedichtbandes “dresden dilemma”. Moderiert wird der Abend von Michael Bittner.
SMS-Lyrik | 15. April | Donnerstag | 19 Uhr | Kunsthaus | Rähnitzgasse 8 (beim Goldenen Reiter) | AK 2 Euro

Sax Royal feiert Buchpremiere! Nach über fünf Jahren literarischen Schaffens erscheint dieser Tage das erste Buch der Lesebühne im Verlag Voland & Quist unter dem Titel Sax Royal. Eine Lesebühne rechnet ab. Michael Bittner, Julius Fischer, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth präsentieren ihren poetischen Nachwuchs erstmals in Dresden am 08. April ab 21 Uhr in der Scheune mit einer literarischem Programm aus brandneuen Texten und einigen der schönsten Geschichten und Gedichte aus über 5 Jahren.

Der Poet Tobias Heyel und die Poetin Pauline Füg sind seit Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil der Poetry-Slam-Szene. Gemeinsam bilden sie das Poetry-Team Großraumdichten und haben zusammen mit dem Komponisten Ludwig Berger (Electronics) ihre erste CD “an grauzonen vorbei” beim SprechstationVerlag veröffentlicht. Ihre Live-Show am 06. April ab 21 Uhr in der Scheune garantiert ein einmaliges Erlebnis von Poesie und Klangintensität, das noch durch Visuals von radient audiovisual arts ergänzt wird. Slam Poetry meets Electronica meets Visual Art.