LIVELYRIX
livelyriX e.V.

In der gut gefüllten scheune ging am 2. Mai wieder der livelyriX Poetry Slam über die Bühne – diesmal wegen einer durch Krankheit bedingten Absage leider nur mit 9 Poeten – aber deswegen keineswegs mit weniger Schwung. Es moderierten wie stets Stefan Seyfarth und Michael Bittner.

Die Vorrunde begann Lucas Böhme mit einem Gedicht über den Zusammenhang von rechts und Recht in Deutschland. Philipp Scharri aus München präsentierte sich sodann als Reimeschmied und sammelte Punkte fürs Karmakonto. Udo Tiffert aus Neusorge berichtete in einer Geschichte über eine Infrastrukturdiskussion in der Lausitz. Es folgte Marvin Ruppert aus Marburg, der auf einem Musikfestival von David Hasselhoff beschallt wurde. Die erste Hälfte der Vorrunde beschloss der Dresdner Debütant Andreas Breske mit einem Gedichten über das Rätsel der Zeit.

Auf Startplatz 6 folgte Daniel Hoth aus Berlin mit einem Poem, das er aus seiner Bildung in Hohenschönhausen schöpfte. Thomas Jurisch aus Dresden verwandelte sodann eine verflossene Liebe in ein verrostetes Autowrack. Die Berliner Poetin Sarah Bosetti erzählte in einer Geschichte über den Durchschnitt aller Dinge. Und Till Kiehle aus Dresden beschloss die Vorrunde mit einem Dialog zwischen einer Sissi und einem Franz auf einer Wiese.

Das Publikum wählte wie immer drei Poeten ins Finale, die einen weiteren Text lasen: Sarah Bosetti wehrte sich überzeugend gegen Kinderwünsche, Daniel Hoth kritisierte die lyrischen Versuche seines Bruders, Marvin Ruppert las die fragmentarische Geschichte einer Liebe – rückwärts. Die Zuschauer klatschten am Ende eindeutig Marvin Ruppert zum Sieger. Glückwunsch!

Den nächsten livelyriX Poetry Slam gibts am 6. Juni in der scheune. Philipp Scharri kann man mit seinem Solo-Programm “ReimVorteil” schon am 15. Mai in der Groove Station erleben.

Auch technischen Gründen (Notizzettel verschlampt) diesmal nur ein kurzer Rückblick auf den livelyriX Poetry Slam am 4. April 2013: Die Dresdner scheune war wieder einmal restlos ausverkauft und die Stimmung prächtig. Die Moderatoren Stefan Seyfarth und Michael Bittner führten durch einen Abend, an dem diesmal die Lyriker in der Mehrzahl waren, aber auch der Spaß nicht zu kurz kam.

In der Vorrunde standen auf der Bühne: Nathanael Nansen (Dresden), Volker Surmann (Berlin), Luise Frentzel (Gera), Erik Leichter (Chemnitz), Moritz 7 (Dresden), Pierre Jarawan (München), Axel Frieden (Dresden), Fiete (Gießen), Annie Lux (Dresden) und Max Kennel (Bamberg).

Ins Finale wählten die Zuschauer diesmal durch Stimmengleichheit statt drei gleich vier Poeten: Volker Surmann, Erik LeichterMax Kennel und Pierre Jarawan. Und zum Sieger klatschten sie schließlich: Pierre Jarawan! Glückwunsch nach München!

Pierre Jarawan kann man mit seinem Solo-Programm in der Reihe “livelyriX Poetry unlimited” am 17. März in der Groove Station erleben. Den nächsten livelyriX Poetry Slam gibts dann wieder in der scheune am 2. Mai.

In der wieder ausverkauften scheune kämpften beim livelyriX Poetry Slam am 7. März 2013 wieder zehn Poetinnen und Poeten um die Gunst des Publikums. Moderiert wurde der Abend wie immer von Stefan Seyfarth und Michael Bittner.

Den Wettbewerb eröffnete der Dresdner Poet Nils Matzka mit Gedichten, bei denen er die Finger in der Steckdose hatte. Linn Penelope Micklitz aus Leipzig las sodann aus einem Tagebuch einer Reise nach Irland. Nathanael Nansen aus Dresden lernte in seinem Gedicht Traumzauberfrauen bei elektronischer Tanzmusik kennen. Der Berliner Maik Martschinkowsky suchte sodann literarisch ein WG-Zimmer. Der Dresdner Reimpoet Werner Knoof beendete die erste Hälfte der Vorrunde mit Gedichten über Kühlergrillen und Klärwerke.

Auf Startplatz 6 begeisterte der Lausitzer Schriftsteller Udo Tiffert mit Reflexionen über das Altern. Henning Wenzel aus Dresden las eine stille Geschichte über Eltern und ein seltsames Kind. Jacinta Nandi aus Berlin stimmte auf den internationalen Frauentag ein, indem sie erklärte, warum es scheiße ist, eine Frau zu sein. Die Dresdner Poetin Morné Mirastelle schloss sich an und las eine Anklageschrift gegen Breitmachmacker. Und der Görlitzer Mike Altmann beschloss die Vorrunde mit einer Geschichte, in der Gott ihn zur Strafe in das Klischee einer Frau verwandelte.

Das Publikum wählte wie immer drei Poeten ins Finale, die noch einen Text vortragen durften: Morné Mirastelle las ein richtiges Gedicht über den Liebeskummer – ihrer Eltern. Udo Tiffert versuchte sich an einem Loblied auf Regionalbahnen. Und Linn Penelope Micklitz setzte ihr irisches Reisetagebuch fort.

Die Zuschauer aber klatschten zur Siegerin: Linn Penelope Micklitz! Glückwunsch nach Leipzig!

Den nächsten livelyriX Poetry Slam in der scheune gibt es – wie immer am ersten Donnerstag des Monats – wieder am 4. April.

Am 7. Februar ging der livelyriX Poetry Slam über die Bühne der wieder restlos ausverkauften scheune. Angeleitet von der Moderatoren Stefan Seyfarth und Michael Bittner präsentierten sich zehn Poetinnen und Poeten mit Texten verschiedenster Art.

Los ging es mit dem jungen Dresdner mit dem Künstlernamen “Koschler”, der einen Erguß über herrschende Seelenlosigkeit vorlas. Ihm folgte auf Startplatz 2 Moritz Neumeier aus Hamburg mit der Feststellung, dass die Welt keineswegs gut und das Leben mitnichten glücklich ist. Henning Olf aus Leipzig, zum ersten Mal in Dresden, improvisierte dann eine Erzählung über einen Klassenausflug nach Hamburg. Kaddi Cutz aus Dresden las die Geschichte eines fußballbedingten Frauentausches. Und Paul Bokowski erzählte zum Ende der ersten Hälfte der Vorrunde von einem außer Kontrolle geratenen Newsletter.

Auf Startplatz 6 las die Dresdnerin Marlha die morbide Geschichte eines Sargshoppings. Thomas Jurisch aus Dresden bekannte sich zu seinem neuen Leben als Nichtrauchernazi. André Herrmann aus Leipzig las sodann eine neue Geschichte aus seinem Zyklus über Heimkehr – diesmal begegnete er “Victory-Micha”. Der junge Dresdner Lassic Fannentain präsentierte einen lyrischen Text über das schwer aussprechbare Wort Liebe. Und die Vorrunde beschloss Micha Ebeling aus Berlin, der auf einem Klassentreffen seine Kameraden mit obskuren Angaben zu seiner Berufstätigkeit schockierte.

Ins Finale wählten die Zuschauer wieder drei Autoren, die noch einen weiteren Text zum Besten gaben: Paul Bokowski wusste, wie man sich in überfüllten Bahnen Platz schafft. André Herrmann reflektierte seine Scheu vor normalen Lebensverhältnissen. Und Moritz Neumeier stellte Argumente zur Kritik des Christentums bereit. Das Publikum entschied sich schließlich per Applaus eindeutig für: André Herrmann. Glückwunsch an den Sieger aus Leipzig!

Den nächsten livelyriX Poetry Slam gibts – wieder am ersten Donnerstag des Monats in der scheune – am 7. März.

Am 3. Januar ging – wie immer am ersten Donnerstag des Monats in der scheune – der erste livelyriX Poetry Slam des Jahres 2013 über die Bühne. Freudig überrascht wurden wir vom großen Zuschaueransturm: Bei über 300 Gästen mussten wir die Pforten leider irgendwann wegen restloser Füllung schließen. Wir entschuldigen uns bei denen, die wir leider wegschicken mussten wie denen, die allzu lange in der Schlange warten mussten.

Den Abend eröffnete der Dresdner Poet Nathanael Nansen mit dem Gedicht über Paradiese und Höllen auf Erden. Auf Startplatz 2 folgte die Dresdner Autorin Morné Mirastelle, die von dem Versuch berichtete, mit Bussen nach Freiberg zu gelangen. Udo Tiffert aus Neusorge las sodann drei kurze Texte über Automaten, Schokolade und zweifelhafte Werbung von Energieversorgern. Es folgte der Bremer Autor mit dem Künstlernamen vorwiegendinmoll, der von einer absonderlichen Begegnung mit falschen und echten Nazis erzählte. Tim Vetterlein aus Dresden beendete die erste Vorrunde mit einem Text über die Abwehr von Identitäten.

Die zweite Vorrunde eröffnete Tobias Kunze aus Hannover mit einer Grabrede auf sein verstorbenes MacBook. Der “Koschler” aus Dresden improvisierte sodann eine sehr wilde Liebesgeschichte. Auf Startplatz 8 begeisterte Fabian Köster aus Köln mit einer poetischen Abrechnung mit dem Wandern. Hauke Prigge aus Berlin schlug sodann ernsthafte Töne an und hinterfragte das Konzept des Fortschritts. Und der Leipziger Cay Buschmann wünschte sich schließlich in ein Alter, in dem man endlich über die Jugend schimpfen kann.

Ins Finale wähle das Publikum sodann wieder drei Poeten, die noch einen Text zum Besten gaben: Morné Mirastelle schilderte das Elend des Mittagsfernsehens. Fabian Köster versuchte, seine Mannhaftigkeit unter Beweis zu stellen. Und Tobias Kunze versuchte sich als Anti-Deutscher unter Fußballfans. Das Publikum klatschte schließlich Fabian Köster zum Sieger. Herzlichen Glückwunsch nach Köln!

Wir danken allen Besuchern und hoffen auf ein Wiedersehen: zum Beispiel am 16. Januar, wenn “Deutschlands junger Poetry-König” (Spiegel Online) Julian Heun in der GrooveStation auftritt oder am 7. Februar beim nächsten livelyriX Poetry Slam in der scheune.

Knapp 250 Zuschauer verfolgten den letzten LivelyriX Poetry Slam des Jahres 2012 am 6. Dezember in der scheune. Leider mussten Renato Kaiser und Kaddi Cutz kurzfristig wegen Krankheit absagen, doch einheimische Poeten aus Dresden füllten die entstandenen Lücken ganz ausgezeichnet. Ihnen sei für ihr kurzfristiges Einspringen nochmals gedankt!

Los ging der Poetry Slam mit dem Dresdner Debütanten Jan Seichter, der Einblicke in die Psyche eines künftigen Lehrers gab. Ihm folgte auf Startplatz 2 der Marburger Bleu Broode, der sich in Paris mit Untoten herumschlug. Michael Hauschild aus Dresden, zum ersten Mal auf der Bühne, überzeugte mit dem lyrischen Ruf nach mehr Kindlichkeit. Es folgte der Neu-Dresdner Nils Matzka, der ein Liebespaar gewaltsam wiedervereinte. Und die erste Hälfte der Vorrunde schloss mit Jan Philipp Zymny aus Wuppertal, dem sein Großvater erklärte, wieso früher alles besser war.

Die zweite Hälfte der Vorrunde eröffnete Bence Nimmersatt aus Stuttgart mit einem Poem, das durchs Tal der Verderbnis führte. Ole Schnars aus Dresden las sodann einen kurzen Text mit Humor aus dem Plattenbau. Uwe Delkus aus Pirna trug einen Text zum Andenken an einen verstorbenen Freund vor. Sodann betrat Alex Meyer aus Hannover die Bühne und rockte sie mit einem parodistischen Medley zeitgenössischer Hits. Die Vorrunde beschloss Sam Smock aus New York, der zwei Poeme über den kommenden Winter vortrug.

Das Publikum wählte durch Stimmengleichheit diesmal gleich vier Poeten ins Finale, die noch einen weiteren Text zum Besten gaben: Alex Meyer setzte sich kritisch mit Lena Meyer-Landrut und der Generation Nichts auseinander. Jan Seichter hatte noch ein ernsthaftes Gedicht über Krieg im Osten dabei. Michael Hauschild trug ein Poem mit dem Wunsch nach Begegnung vor. Und den Abend beschloss Jan Philipp Zymny mit der Geschichte eines sich selbst befreienden Ponys.

Zum Sieger klatschten die Zuschauer gleich zwei: Glückwunsch an Jan Philipp Zymny und Michael Hauschild!

Den nächsten LivelyriX Poetry Slam in der scheune gibts – wieder am ersten Donnerstag des Monats – dann am 3. Januar.

Über 200 Menschen strömten zur November-Ausgabe des LivelyriX Poetry Slamsam 1.11.  in die scheune. Wie immer waren zehn Poeten im Wettkampf versammelt, der von Michael Bittner und Stefan Seyfarth moderiert wurde.

Es begann die Vorrunde der Debütant Marvin Neidhardt aus Dresden mit seinem Text “Ich suche nicht”. Es folgte der Nürnberger Martin Geier, der späte Rache an einer Melanie nehmen wollte. Nils Matzka aus Dresden fühlte sich beim Gang durch Berlin von einer Popsängerin gepeinigt. Sodann berichtete Paul Weigl aus Berlin von quälender Kommunikation mit einem Internetanbieter. Und der Dresdner Debütant Jonathan Ulrich beschloss die erste Hälfte der Vorrunde mit einem Gedicht zum arabischen Frühling.

Den zweiten Teil der Vorrunde eröffnete Frank Klötgen aus Berlin mit einem brandneuen Poem zur Anmut der Frauen beim Kauen. Lassic Fannentain aus Cossebaude erzählte sodann von Kommunikationsschwierigkeiten eigener Art. Die Dresdner Poetin Kaddi Cutz begeisterte mit einem Bericht aus der Straßenbahn unter dem Titel “Des Wahnsinns fette Beute”. Ihr folgte Axel Frieden aus Dresden mit einer Erzählung über eine Woche grausigen Schulalltags. Und es beschloss die Vorrunden AIDA aus Erfurt, der eine ganz eigene Geschichte zur Eisenbahnromantik vortrug.

Ins Finale wählten die Zuschauer wie immer drei Poeten, die noch einen weiteren Text zum Besten geben durften: Frank Klötgen rappte unter dem Titel “Einzelhaft und Zellteilung”, Paul Weigl trauerte um die Helden unserer Kindheit und Kaddi Cutz wagte einen lyrischen “Platzwechsel”. Zum Sieger klatschte das Publikum sodann einheillig: Paul Weigl! Herzlichen Glückwunsch nach Berlin!

Den nächsten LivelyriX Poetry Slam in Dresden gibt es – wie immer am ersten Donnerstag des Monats um 20 Uhr in der scheune – dann am 6. Dezember.

In der trotz Sauwetters gut gefüllten scheune ging die Oktober-Ausgabe des LivelyriX Poetry Slams über die Bühne – wie immer moderiert von Stefan Seyfarth und Michael Bittner. Trotz einiger Wirrnisse fanden schließlich die ankündigten zehn Poetinnen und Poeten alle den Weg ans Mikrofon und sorgten für einen textlich sehr abwechslungsreichen Abend.

Den Abend eröffnete der Dresdner Till Kiehle mit einem göttlichen Dialog. Ihm folgte Anke Fuchs aus Bonn, die in ihrem Gedicht das nicht eben leichte Thema Tod bearbeitete. Der Dresdner Ole Schnars regte sich sodann über ziemlich vieles auf, nicht zuletzt über DVB-Mitarbeiter. Fabian Navarro aus Hamburg, zum ersten Mal in der scheune dabei, begeisterte gleich mit einer Warnung vor den Gefahren des Zockens. Die erste Hälfte der Vorrunde beschloss dann Oskar Staudinger mit drei ebenso kunstvollen wir morbiden Gedichten.

Nach der ersten Pause bestieg Kaddi Cutz die Bühne und dichtete wortspielerisch über den Grafen Zahl. Es folgte Lasse Samström aus Bonn mit seinem ganz eigenen Genre der Schüttelprosa. Dann erzählte Udo Tiffert zur Freude des Publikums die Geschichte eines grauen Tages. Der Debütant Ivar Bahn aus Dresden beschäftigte sich literarisch mit Kontaktanzeigen. Und es beschloss die Vorrunde die Schweizerin Hazel Brugger mit einem Plädoyer dafür, Schwäne zu verspeisen.

Ins Finale wählten die Zuhörer wie immer drei Poeten, die noch einen weiteren Text präsentierten. Hazel Brugger machte sich Gedanken übers Frausein. Fabian Navarro nahm die Kartoffel zum Symbol der Hoffnung. Und Udo Tiffert hängte noch eine Fortsetzung an seinen ersten grauen Tag an. Das Publikum klatschte aber eindeutig zum Siege: Hazel Brugger! Herzlichen Glückwunsch!

Am 18. Oktober gibt es einen LivelyriX Poetry! Poetry Slam Spezial zum Festival “Literatur Jetzt!” in der scheune.

Den nächsten regulären LivelyriX Poetry Slam gibt es dann wieder am ersten Donnerstag des Monats, also am 1. November in der scheune.

Am 6. September kehrte der Dresdner LivelyriX Poetry Slam aus der Sommerpause in die scheune zurück. Frank Klötgen aus Berlin musste leider wegen Krankheit absagen, dafür schaute spontan Lars Ruppel aus Marburg vorbei.

Den Abend eröffnete Thomas Jurisch mit einem absonderlichen Gespräch mit einer Backwarenverkäuferin. Es folgte Clara Nielsen mit einem höchst intensiven Lebenslauf. Andreas Paul aus Dresden beschrieb ebenfalls einen Lauf und pries lyrisch einen Läufer aus Uganda. Der Leipziger Roman Israel trug vier Liebesgedichte vor, darunter auch eine Liebeserklärung an eine Lieblingskneipe. Henning Wenzel aus Dresden wurde sodann von einem Pinguin besucht, der über siamesische Zwillinge sinnierte. Der Marburger Gast Lars Ruppel begeisterte mit einem Text über Sinn und Freuden des Saufens. Ihm folgte der junge Dresdner mit dem Künstlernamen Koschler, der drei neue Gedichte las. Tom Schildhauer aus Halle rockte die Bühne mit dem Battlerap gegen die eigene Küche. Und die Vorrunde beschloss Lassic Fannentain aus Radebeul, der sich an jene Zeiten erinnerte, in der man noch wusste, wie Nägel in die Wand kommen.

Ins Finale wählte das Publikum wie immer drei Poeten, die noch einen weiteren Text präsentierten. Tom Schildhauer las einen textlichen Flickenteppich zu verschiedensten Themen. Clara Nielsen trotzte der traditionellen Frühlingslyrik mit einem Lob des Winters. Und Lars Ruppel fantasierte über Holger, die Waldfee. Der Applaus brachte keine letzte Klarheit und so gab es diesmal zwei Sieger: Clara Nielsen und Lars Ruppel. Glückwunsch!

Den nächsten LivelyriX Poetry Slam in der scheune gib es – wieder am ersten Donnerstag des Monats – am 4. Oktober.

Mehr als 600 Zuschauer verfolgten den 9. Grand Slam of Saxony am 20. Juli 2012 in Dresden. Zum ersten Mal fand die Offene Sächsische Poetry-Slam-Meisterschaft in der Saloppe statt, deren entspannte Atmosphäre Poeten wie Zuschauer bezauberte. Wie immer organisiert von LivelyriX und moderiert von Stefan Seyfarth und Michael Bittner, ging ein abwechslungsreicher und spannender Poetry Slam über die Bühne.

Der Münchner Slammer Alex Burkhard eröffnete die erste Vorrunde mit Reflexionen über das Los des ewigen Zweiten. Ihm folgte Friederike Schmid aus Halle, die den Zuhörern einen Grundkurs in Soziopathie erteilte. Udo Tiffert aus Neusorge präsentierte den Dialog zweier Frauen mit ganz Unterschiedlichen Haltungen zur Schwangerschaft. Der inzwischen in Karl-Marx-Stadt wohnhafte Erik Leichter führte das Publikum noch einmal in die Vorhölle seiner alten Heimatstadt Zwickau. Und Linn Penelope Micklitz aus Leipzig schaufelte ein poetisches Grab für einen Mann. Das Publikum klatschte Alex Burkhard und Erik Leichter ins Finale.

Die zweite Vorrunde begann mit dem Leipziger Kornelius Friz, der über eine Jugend in bücherloser Zeit erzählte. Thomas Jurisch aus Dresden trug eine Ballade über das verkorkste Leben einer jungen Frau vor. Es folgte Bleu Broode aus Marburg mit heiteren Zukunftsvisionen. Sarah Bosetti aus Berlin widmete sich dann in zwei Geschichten den Frauen als solchen und ihren Haaren. Und es beschloss die Vorrunde Volker Strübing, ebenfalls aus Berlin, mit einer ökonomischen Analyse des gemeinen Fitnessstudios. Ins Finale klatschten die entscheidungsschwachen Zuschauer gleich drei Autoren: Thomas JurischBleu Broode und Volker Strübing.

Volker Strübing begann das Finale mit einer Stinkmorchel im Blumenbeet. Bleu Broode präsentierte das Tagebuch eines traurigen Clowns. Thomas Jurisch las aus seinem persönlichen Tagebuch. Erik Leichter bestand darauf, dass die Zukunft beige sein wird. Und Alex Burkhard präsentierte ein poetisches Album mit Lebensentwürfen und plädierte zum Schluss für Selbstbestimmung.

Mit überwältigender Eindeutigkeit jubelte das Publikum sodann Alex Burkhard aus München zum Sieg. Herzlichen Glückwunsch! (Dass er gleich nach der Siegerehrung die Flasche Gewinnerwodka zerdepperte, sei ihm verziehen.)

Den LivelyriX Poetry Slam in der Scheune gibt nach der Sommerpause wieder am ersten Donnerstag jeden Monats – zum ersten Mal also am 6. September wieder mit neuen Poeten und frischen Texten. Bis dann!

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