Einen großartigen Abend verlebten zehn Autoren und 350 Zuschauer beim letzten regulären, wieder einmal ausverkauften livelyriX Poetry Slam vor der Sommerpause. Es war zugleich die letzte Chance in Dresden, sich für den GRAND SLAM OF SAXONY am 18. Juli zu qualifizieren, wenn die “Offene Sächsische Meisterschaft des Poetry Slam” in der Jungen Garde im Großen Garten ausgefochten wird.

Den Abend eröffnete die Berliner Poetin Peh, die ein wunderbar poetisches Gedicht über das Warten auf das Glück vortrug. Der Dresdner Debütant Albrecht Simon hatte im Anschluss einen sehr religionskritischen Text zum Thema Katholizismus dabei. Ihm folgte Tilman Birr von der Berliner Lesebühne “Samstagsshow“, der mit seinen Erlebnissen als westdeutscher Immigrant am Berliner Postschalter Beifallsstürme auslöste. Toni Grünheid aus Jena berichtete dann von seinen Versuchen, Geld für die Weltrevolution zu besorgen. Ihm folgte vor der ersten Pause noch der Dresdner Philipp Wende, auch er zum ersten Mal dabei, der einen poetischen Text über Schlaflosigkeit und böses Erwachen las. Erster der zweiten Runde war Thomas Jurisch, der beim Besuch des Arbeitsamtes mehr als gewöhnlich unter Druck stand. Dann präsentierte der Münchner Performance-Poet Heiner Lange einen beeindruckenden Text darüber, was zum samstäglichen Besuch in der Diskothek gehören muss. Zum ersten Mal auf der Bühne stand dann die Dresdnerin Kathleen, die einen intensiven Text über familiären Alkoholismus vorstellte. Sebastian Lehmann von der Berliner “Lesedüne” brachte dann seine Top 3 der partnerschaftlichen Streitsituationen. Und der Dresdner Uwe Gaitzsch beschloss die Vorrunde mit einem ungewöhnlich ernsten Gedicht über jemanden, der er nie sein will.

Nach einem ausgeglichenen Wettbewerb verlief die Abstimmung erwartungsgemäß knapp. Ins Finale schafften es mit den meisten Stimmen: Heiner Lange, der in seinem Finaltext bewies, dass er tatsächlich Physik studiert. Sodann Peh, die nochmals ein wunderbar stilles Gedicht vortrug. Und schließlich Tilman Birr, der den Abend mit einer weiteren, sehr witzigen Geschichte beschloss. Das Publikum entschied sich per Applaus schließlich für den Sieger des Abends: Tilmann Birr. Herzlichen Glückwunsch nach Berlin!

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Jetzt geht es erst einmal in die kurze Sommerpause, die aber am 18. Juli schon wieder unterbrochen wird: Denn am 18. Juli steigt in der Jungen Garde im Dresdner Großen Garten der GRAND SLAM OF SAXONY, die “Offene Sächsische Meisterschaft des Poetry Slam” mit den zehn erfolgreichsten Autoren der Slam-Saison 2007/2008. Das solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen!

Ein Kommentar zu “Rückblick: Poetry Slam am 23.05.2008”

  1. [...] Am Freitag (23. Mai) findet diesmal der livelyriX Poetry Slam in der Dresdner scheune statt. Wie immer messen sich ab 21:00 Uhr zehn junge Poeten, moderiert von Stefan Seyfarth und Michael Bittner. Es wird spannend, denn dieser Slam bietet die letzte Chance in Dresden, sich für den GRAND SLAM OF SAXONY am 18. Juli zu qualifizieren. [Nachtrag: Einen Rückblick könnt Ihr hier lesen.] [...]

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