Am ersten Wochenende im Juli gibt es das erste livelyriX-Sommerfestival im gerade fertiggestellten Garten des Leipziger Clubs Distillery (Kurt-Eisner-Str. 108 A). Sollte das Wetter wider Erwarten nur suboptimal sein, findet alles im Inneren des Clubs statt.

Am Freitag, dem 2. Juli, geht es mit einem XXL-Slam los. Zunächst spielt Jan Koch, ein bekannter Berliner Liedermacher, Songs mit melancholischen bis sarkastischen Texten. Der folgende „featured poet“ ist Spider alias Andreas Krenzke. Er war langjähriges Stammmitglied der Berliner Lesebühne Surfpoeten, jetzt liest er regelmäßig bei LSD – Liebe statt Drogen. Im Verlag Voland & Quist erschien zuletzt sein Buch „Imbiss wie damals“. Der eigentliche Poetry Slam, moderiert von Julius Fischer und Bleu Broode, hat diesmal keine offene Liste, sondern ausschließlich eingeladene Gäste. Zu ihnen gehören Szenegrößen wie Frank Klötgen, Wolf Hogekamp, Udo Tiffert und Khesrau Behrouz, aber auch Leipziger Nachwuchsautoren wie André Herrmann. Parallel zum Bühnenprogramm sind auf mehreren Leinwänden im Club Poetry Clips zu sehen. Diese noch junge Kunstform setzt kurze Texte mit filmischen Mitteln um. Schließlich gibt es noch eine Aftershowparty mit DJs der Distillery.

Ganz Musikalisch ist das Programm am Sonnabend, dem 3. Juli. Die Dresdner Band Nellis Elefant vereint eingängige Musik mit deutschsprachigen Texten und einer ganz besonderen Stimme. Jan Koch aus Berlin und Max Rademann aus Dresden. Wiederum gibt es Poetry Clips zu sehen und eine Aftershowparty mit offenem Ende.

Am Sonntag, den 04.07. wird es lyrisch, allerdings nicht im Sinne akademisch-elitärer Dichtkunst. Zuerst sind Gauner & Band zu hören. Sie machen zwar Hip Hop und kommen aus Berlin, sind aber das ganze Gegenteil von „aggro“. Den ersten Kontrast dazu setzen vier starke Frauenstimmen. Pauline Füg, Peh und Lydia Daher gehören zu den bekannten Namen der Spokenword-Literatur, die sie durch ihre spezifische weibliche Sicht- und Ausdrucksweise bereichern. Von Lydia Daher erschien zuletzt das Buch „Kein Tamtam für diesen Tag“, Pauline Füg war mehrfach Finalistin Finalistin beim Geman Slam. Auch die Leipzigerin Jana Klar hat schon Erfolge vorzuweisen, u.a. als Finalteilnehmerin des Grand Slam of Saxony 2009. Einen Zahn härter wird es dann wieder mit Rap Poetry von Gauner, Bumillo und Temye Tesfu sowie Beatboxing mit Erni 33, dem deutschen Jugendmeister in dieser Art von rhythmischer Lautmalerei.

Das livelyriX-Festival wird von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Stadt Leipzig gefördert.

Ein Kommentar zu “livelyriX-Sommerfestival in Leipzig”

  1. [...] an diesem Wochenende den Weg nach Leipzig findet, der kann die Gelegenheit nutzen, um das livelyriX-Sommerfestival zu erleben. An drei Tagen (Fr-So) veranstaltet der livelyriX e.V. im Garten der Distillery ein [...]

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