Herrlich, verehrte Freunde, herrlich war es! Eine gut gefüllte Scheune und trotz Abwesenheit unserer allseits geliebten Stammmoderatoren Michael Bittner und Stefan Seyfarth sollte auch mit dem Ersatz aus Leipzig in Form von André Herrmann ein wunderschöner Abend werden.

Die Vorrunden beginnen durfte sogleich Andreas Paul aus Dresden mit einem Gedichtekanon von der Flut vom 14.08.2002 über Pfingstcampradios bis hin zum Hindukusch. Ihm folgte Goldschläger aus Aachen, der sich als Alleinunterhalter vorzustellen wusste, hiernach Matthias Klaß aus Eisenach mit einem gereimten Telefongespräch mit Marcel Reich-Ranicki (Glückwunsch zum 90sten übrigens!), Maik Martschinkowsky aus Berlin mit einem überaus surrealistischen Text, in dem öfter mal ein lila Nashorn nach Papers fragte und zuletzt vor der Pause Cuddy Cutz aus Dresden, die bereits mit 4 Jahren wusste, was sie später einmal werden wollte.

Den zweiten Teil der Vorrunden eröffnete Franziska Holzheimer, indem sie gestand, sich regelmäßig überfordert zu fühlen, ihr folgte Turnkey Facility aus Erlangen, der von der Müdigkeit zu erzählen wusste, danach durfte Udo Tiffert auf die Bühne und tat dies auch, indem er einen Text über sprechende Katzen und Frau Knöselbrecht zum Besten gab, ihm folgten Khesrau Behroz aus Erfurt mit einem Gedicht über einen Vater, der kam und nahm, immer begleitet vom leisen Tönen einer Geige und schließlich Katja Hofmann aus Halle, die “Ja” zu sagen pflegte, bis zum Punkt, an dem es vorbei war.

Das hochverehrte Publikum wusste weise zu entscheiden und schickte Goldschläger, Maik Martschinkwosky und Franziska Holzheimer ins Finale. Alle drei wussten nochmal mit ihren Texten zu überzeugen, Goldschläger erzählte vom Besuch seiner Alt-68er-Eltern in seiner Studentenwohnung, Maik Martschinkwosky von einem verheerenden Fahrradunfall und Franziska Holzheimer davon, dass sie immer kotzen muss, wenn sie verliebt ist.

Die finale Applausabstimmung allerdings ging nicht allzu einfach von statten, waren zur eindeutigen Bestimmung des Siegers doch gar drei Anläufe notwendig, aber dann, dann stand er fest, Goldschläger aus Aachen durfte sich im Lichte eines glücklichen Besitzers einer Flasche edelsten Wodkas wähnen. Herzlichen Glückwunsch!

Den nächste LivelyriX Poetry Slam in der Scheune in Dresden gibt es am 25. Juni, kommet zahlreich, ihre Leute, denn es ist der letzte der Saison, bevor am 30. Juli in der Jungen Garde zum Grand Slam of Saxony gerufen wird!

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