Bereits zum siebten Mal präsentiert der livelyriX e.V. unter dem Titel Grand Slam of Saxony die Offenen Sächsischen Meisterschaften des Poetry Slam. Das jährliche Finale aller sächsischen Dichterwettbewerbe findet traditionell als Open Air Poetry Slam in der Jungen Garde im Dresdner Großen Garten statt. Es messen sich die zehn Autoren, die in der vergangenen Saison bei den poetischen Schlachten in Dresden, Leipzig und Chemnitz die meisten Erfolge einfahren konnten. Kurzgeschichten mit Witz treffen dabei auf mitreißende Gedichte, Rap-Poetry und politische Satiren. Am Ende entscheidet allein das Publikum über den Sieger, der im Herbst zu den deutschprachigen Meisterschaften des Poetry Slam nach Essen fahren wird. Moderatoren des Abends sind Stefan Seyfarth und Michael Bittner.

Mit dabei im Wettbewerb sind der Vorjahressieger Udo Tiffert, der Berliner Rapper und Poet Gauner, die Leipziger Autorin Franziska Wilhelm, aus Berlin Micha Ebeling von der Lesebühne LSD, der junge Slammer Bleu Broode aus Jena, die Poetin JaNaKlar aus Leipzig, Marc-Oliver Schuster aus Detmold, der Dresdner Erzähler Konstantin Turra, André Herrmann von der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz und Thomas Jurisch vom Dresdner Poetengeflüster. Außerhalb des Wettbewerbs wird als Featured Poet Julius Fischer auftreten. Der Leipziger ist nicht nur dem Dresdner Publikum als Mitglied der Lesebühne Sax Royal und Teil der Band “The Fuck Hornisschen Orchestra” bestens bekannt. Er gewann den “Grand Slam of Saxony” im Jahr 2007.
Grand Slam of Saxony – Open Air Poetry Slam | 30. Juli | Freitag | Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr | Junge Garde (Großer Garten) | VVK 7,50 Euro AK 10 Euro | Karten sind in der Scheune oder an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich
Am ersten Wochenende im Juli gibt es das erste livelyriX-Sommerfestival im gerade fertiggestellten Garten des Leipziger Clubs Distillery (Kurt-Eisner-Str. 108 A). Sollte das Wetter wider Erwarten nur suboptimal sein, findet alles im Inneren des Clubs statt.
Am Freitag, dem 2. Juli, geht es mit einem XXL-Slam los. Zunächst spielt Jan Koch, ein bekannter Berliner Liedermacher, Songs mit melancholischen bis sarkastischen Texten. Der folgende „featured poet“ ist Spider alias Andreas Krenzke. Er war langjähriges Stammmitglied der Berliner Lesebühne Surfpoeten, jetzt liest er regelmäßig bei LSD – Liebe statt Drogen. Im Verlag Voland & Quist erschien zuletzt sein Buch „Imbiss wie damals“. Der eigentliche Poetry Slam, moderiert von Julius Fischer und Bleu Broode, hat diesmal keine offene Liste, sondern ausschließlich eingeladene Gäste. Zu ihnen gehören Szenegrößen wie Frank Klötgen, Wolf Hogekamp, Udo Tiffert und Khesrau Behrouz, aber auch Leipziger Nachwuchsautoren wie André Herrmann. Parallel zum Bühnenprogramm sind auf mehreren Leinwänden im Club Poetry Clips zu sehen. Diese noch junge Kunstform setzt kurze Texte mit filmischen Mitteln um. Schließlich gibt es noch eine Aftershowparty mit DJs der Distillery.
Ganz Musikalisch ist das Programm am Sonnabend, dem 3. Juli. Die Dresdner Band Nellis Elefant vereint eingängige Musik mit deutschsprachigen Texten und einer ganz besonderen Stimme. Jan Koch aus Berlin und Max Rademann aus Dresden. Wiederum gibt es Poetry Clips zu sehen und eine Aftershowparty mit offenem Ende.
Am Sonntag, den 04.07. wird es lyrisch, allerdings nicht im Sinne akademisch-elitärer Dichtkunst. Zuerst sind Gauner & Band zu hören. Sie machen zwar Hip Hop und kommen aus Berlin, sind aber das ganze Gegenteil von „aggro“. Den ersten Kontrast dazu setzen vier starke Frauenstimmen. Pauline Füg, Peh und Lydia Daher gehören zu den bekannten Namen der Spokenword-Literatur, die sie durch ihre spezifische weibliche Sicht- und Ausdrucksweise bereichern. Von Lydia Daher erschien zuletzt das Buch „Kein Tamtam für diesen Tag“, Pauline Füg war mehrfach Finalistin Finalistin beim Geman Slam. Auch die Leipzigerin Jana Klar hat schon Erfolge vorzuweisen, u.a. als Finalteilnehmerin des Grand Slam of Saxony 2009. Einen Zahn härter wird es dann wieder mit Rap Poetry von Gauner, Bumillo und Temye Tesfu sowie Beatboxing mit Erni 33, dem deutschen Jugendmeister in dieser Art von rhythmischer Lautmalerei.
Das livelyriX-Festival wird von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Stadt Leipzig gefördert.

Am Freitag, den 25. Juni, geht wieder der livelyriX Poetry Slam über die Bühne der Scheune. Wie immer dürfen die Fans der Dichterschlacht neben fünf einheimischen Poeten auch Gastautoren aus der ganzen Republik erwarten: Micha Ebeling kommt von der Berliner Lesebühne LSD – Liebe statt Drogen. Die Poetin Jana Klar aus Leipzig wird bald in die Schweiz aufbrechen, um das Schriftstellerhandwerk zu erlernen. Marc-Oliver Schuster aus Detmold ist der Schöpfer der legendären “Katze”. Sarah Bosetti ist eine junge Autorin und Filmemacherin aus Berlin. Und Julius Fischer ist als Hälfte des “Fuck Hornisschen Orchestra” wie als Autor der Dresdner Lesebühne Sax Royal bekannt.
*livelyriX Poetry Slam* | 25. Juni | Freitag | 21 Uhr | Scheune | AK 8 Euro VVK 6 Euro

Max Rademann ist freischaffender Zeichner, Schriftsteller und Musiker. Unter dem Pseudonym Marcos Pachaly betätigt er sich als E-Orgel-Alleinunterhalter. Gemeinsam mit Jens Rosemann produziert er Animationsfilme, so unter anderem die legendäre Reihe “Peschi & Poschi”. Seit dem Jahre 2005 ist er Mitglied der Dresdner Lesebühne Sax Royal, deren Fans ihn nicht zuletzt als Stimme des Erzgebirges ins Herz geschlossen haben. Unter dem Titel “Vom funkelnden Fips und andere geheime Sagen aus dem Erzgebirge” ist eine Sammlung von Geschichten 2009 im Wald & Wiese Verlag erschienen. Max Rademann liest im PlattenSpieler eine Auswahl seiner ebenso kurzweiligen wie philosophischen Geschichten.
*Literatur im PlattenSpieler: Max Rademann* | 18. Juni | Freitag | 19 Uhr | PlattenSpieler / Idee 01239 e.V. (Gamigstraße 26) | AK 2 Euro
So kommt ihr hin: Mit Linie 1/9/13 zur Haltestelle Jacob-Winter-Platz, links am Einkaufszentrum vorbei, links in die Gamigstraße, dort nach zweihundert Metern auf der rechten Seite das linke von den beiden einzigen alten Häusern: Gamigstraße 26.

Einen Tag vor Beginn der Fußball-WM kann man am Donnerstag noch einmal die Gehirnturner der Lesebühne Sax Royal beim Heimspiel in der Scheune anfeuern. In Bestbesetzung und mit brandneuen Geschichten treten die fünf Gedankenjongleure an, bevor die Sommerpause erbarmungslos den bleiernen Hammer der Langeweile niedersausen lässt. Es lesen wie immer die fünf Stammautoren: Julius Fischer schreibt nicht nur, sondern musiziert auch erfolgreich beim “Fuck Hornisschen Orchestra”. Max Rademann wurde als Filmemacher jüngst im Nationalen Wettbewerb der Dresdner Filmtage lobend erwähnt. Michael Bittner ist als Autor unter anderem wöchentlicher Kolumnist der Sächsischen Zeitung. Roman Israel hat jüngst seinen neuen Gedichtband “Felder hinter Wäldern hinter Städten” veröffentlicht. Und Stefan Seyfarth erzielt bei der Erziehung seines Sohnes unerhörte Fortschritte. Als besondere Zugabe präsentiert Julius Fischer in der Bonusrunde eine filmische Auseinandersetzung mit Xavier Naidoo!
*Sax Royal – die Dresdner Lesebühne* | 10. Juni | Donnerstag | 21 Uhr | Scheune | AK 6 Euro /erm. 4 Euro VVK 4 Euro
Auch beim Juni-Slam am 4.6. bringen Wortkaskaden die Besucher der Tille ins Schwitzen. Freuen wir uns auf frische Gesichter und Texte beim livelyrix Poetry Slam! Gleich zwei Teilnehmer feiern Premiere in Leipzig.
Till Reiners (Foto) aus Berlin konnte schon einige Slams für sich entscheiden. Außerdem hat er die “Fritz Nacht der Talente” im Admiralspalast Berlin gewonnen. Schwarzer Humor und Sarkasmus durchziehen seine Texte und Geschichten, die fast immer lustig, aber nie niveau- oder geschmacklos sind.
Theresa Hahl kommt ebenfalls aus Berlin. Sie ist eines der jungen Talente, die im Sturm die Slam-Bühnen der Republik erobern. Mit sprachlichen Bildern und ausgefeilter Rhythmik trägt sie überzeugend und fesselnd ihre atmosphärische Lyrik vor.
LIVELYRIX Poetry Slam | Distillery | Kurt-Eisner-Str. 108 | Einlass ab 20:00 Uhr, Beginn 21:00 Uhr | Eintritt: 5 Euro
Wieder am letzten Sonntag des Monats gibt es den livelyriX Poetry Slam im Kassablanca in Jena. Auch diesmal ist das Line-Up wieder hochkarätig und verspricht viel Spaß: Mit dabei ist Lucas Fassnacht aus Erlangen, der mit sympathischer Performance bereits auf vielen Slambühnen Eindruck hinterlassen konnte, außerdem aus Dresden Konstantin Turra, der mit pointierten Kurzgeschichten aufwartet, ebenso André Herrmann aus Leipzig und Bleu Broode aus Erfurt, beide Stamm- und gern gesehene Gäste des Jenenser Slams. Moderiert wird der Slam wie immer von Goldkehlchen Christian Meyer.
livelyriX Poetry Slam | 30. Mai | Sonntag | Einlass: 20:00, Beginn: 20:45 | Kassablanca| AK 4,10 EUR
Update: Hier gibt es einen kleinen Rückblick zum Slam.

Wieder am letzten Freitag des Monats geht der livelyriX Poetry Slam über die Bühne der Scheune. Wie immer dürfen die Fans der Dichterschlacht neben fünf einheimischen Poeten auch Gastautoren aus der ganzen Republik erwarten: Franziska Holzheimer aus München zählt zu den erfolgreichsten Poetinnen der Szene. Maik Martschinkowsky liest in Berlin bei der Lesebühne und Poetry-Formation Lesedüne. Udo Tiffert ist die ebenso poetische wie witzige Stimme der Lausitz. Matthias Klaß aus Eisenach kümmert sich literarisch gerne um Fußball und Politik. Und Khesrau Behroz aus Kassel gastiert mit seinen Gedichten zum ersten Mal in Dresden. Moderiert wird der Slam ausnahmsweise vom Leipziger Autor André Herrmann.
livelyriX Poetry Slam | 28. Mai | Freitag | 21 Uhr | Scheune | AK 8 Euro VVK 6 Euro
Update: Hier gibt es einen kleinen Rückblick zum Slam!

Anselm Neft wurde 1973 in einem Stall bei Bonn geboren und arbeitet sich seit 2006 als Autor in Berlin arm. Allerlei Studien und Tätigkeiten, u. a. als Religionswissenschaftler, Deutschlehrer, Schalmeibläser, Etikettenpresser, Medikamententester, Unternehmensberater, Tellerwäscher und Stadtführer. Er schreibt Nachrufe und eine Kolumne für den Tagesspiegel und ist Mitherausgeber von Exot, einer Zeitschrift für komische Literatur. Im PlattenSpieler liest er aus dem jüngst im Ullstein Verlag erschienenen Buch Die Lebern der Anderen, das seine schönsten Geschichten versammelt.
So kommt ihr hin: Mit Linie 1/9/13 zur Haltestelle Jacob-Winter-Platz, links am Einkaufszentrum vorbei, links in die Gamigstraße, dort nach zweihundert Metern auf der rechten Seite das linke von den beiden einzigen alten Häusern: Gamigstraße 26.
*Literatur im PlattenSpieler: Anselm Neft* | 21. Mai | Freitag | 19 Uhr | PlattenSpieler / Idee 01239 e.V. (Gamigstraße 26) | AK 2 Euro

In voller Besatzung präsentiert sich die Lesebühne Sax Royal in dieser Woche gleich zwei Mal mit einem aktuellen literarischen Programm in den Schwesterstädten Leipzig und Dresden. Die Besonderheit von Sax Royal ist die Vielfältigkeit: Prosa und Lyrik, Tiefsinn und Hochkomik, politischer Anspruch und humoristischer Ausbruch schließen sich hier nicht aus, sondern finden zueinander wie die Faust und das Auge. Mit dabei sind wie stets: Stefan Seyfarth, der literarische Erzieher, Max Rademann, der preisgekrönte Animateur, Roman Israel, Deutschlands zweitfrechster Arbeitsloser, Julius Fischer, der gefeierte Kollege von Karl Dall und Michael Bittner, der Revolutionär im Geiste.
Sax Royal in Leipzig | 12. Mai | Mittwoch | 20 Uhr | Horns Erben | AK 4 Euro
Sax Royal in Dresden | 13. Mai | Donnerstag | 21 Uhr | Scheune | AK 6 Euro /erm. 4 Euro VVK 4 Euro